„AlienRock“  Musical von mir mit der Musik von Jan-Christoph Mohr



Kulturwoche 2010 der Hamburger Blindenstiftung


2009 kam mir die Idee, in Hamburg eine Kulturwoche für und mit blinden/sehbehinderten und

sehenden Künstlern durchzuführen. Im August 2010 wurde diese Idee dann auch von mir, in Zusammenarbeit mit der Hamburger Blindenstiftung, in die Tat umgesetzt.

Die Hamburger Blindenstiftung finanzierte diese Woche. Ziel dieser Woche war es, blinden/sehbehinderten und sehenden Künstlern auf renommierten Hamburger Bühnen eine Plattform für ihre Kunst zu geben. Es beteiligten sich fast 120 Künstler/Künstlerinnen an dieser Woche.

Ich wollte mit dieser Idee gar nicht so sehr die Behinderung in den Vordergrund stellen, sondern vielmehr das Können. Zur Umsetzung dieser Idee konnten wichtige Hamburger Kulturstätten gewonnen werden. Das Thalia Theater, das Ernst-Deutsch-Theater, die FABRIK, die Markthalle und das Museum für Kunst und Gewerbe. Jeden Tag (ausgenommen im Thalia Theater) liefen an  diesen Kulturstätten parallel die verschiedensten Darbietungen. In der Walentowski Galerie Udo Lindenberg fand in der Woche eine Ausstellung statt.

Leider blieben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück. Das hatte verschiedene Gründe, die ich hier nicht aufführen will. Trotzdem bin ich nach wie vor von dieser Idee überzeugt. Aller Anfang ist schwer und eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Hier würde nur Kontinuität zum Erfolg führen.

Natürlich ist so eine Woche ein finanzieller Kraftakt und kann nicht beliebig häufig durchgeführt

werden. Ohne die Förderung und Unterstützung von Institutionen, Firmen und Privatpersonen geht es nicht.  Leider hat sich bis jetzt keine stabile Kulturszene der blinden/sehbehinderten Künstler im norddeutschen Raum etabliert. Sehr schade, denn es gibt wirklich sehr viele, sehr gute Künstler/innen mit Handicap.

Hamburg täte so eine Szene wirklich gut, dazu bedarf aber auch einer Kultur Lokomotive, einer starken Persönlichkeit oder Institution, die mit viel Einfluß , einem starken Willen und Durchhaltevermögen diese Szene ins Leben ruft und am Leben erhält.

Da sehe ich bis jetzt leider niemanden.


Das mediale Interesse an der Kulturwoche war auf jeden Fall sehr groß.


Die Kulturwoche wurde unter dem Motto

„Kultur verbindet! - Festival der Hamburger Blindenstiftung“

mit dem Preis

„Ausgewählter Ort 2011“ von der Initiative „Deutschland - Land der Ideen“

ausgezeichnet.

Es freut mich, dass meine Idee so eine Anerkennung erhielt.












































Hier finden Sie interessante Details und Hintergrundinformationen zu den Projekten, an denen ich beteiligt war bzw. bin. Diese Seite stellt nur einen Auszug meiner bisherigen Arbeiten dar. Alle Projekte hier eingehend aufzuführen, würde die Seite zu lang werden lassen. Es bedeutet auf keinen Fall, dass die nicht aufgeführten Projekte

weniger wichtig waren, alle Arbeiten haben mir sehr großen Spaß gemacht.

Jugendtheater an der Niederdeutschen Bühne Preetz



„Stärker als die Dunkelheit“ Musical von mir mit der Musik von Götz Kretschmann, Michael Haaga u.a.


Dieses Musical kam 2006 erstmalig auf die Bühne. Ein Jahr vorher hatte der Blinden- und Sehbehinderten Verband (DBSV) Berlin eine Ausschreibung für dieses Musical gestartet. Musiker sollten zum 200 jährigen Jubiläum der Blindenbildung in Deutschland Musik für ein Musical liefern. So kamen viele schöne Lieder zusammen, nur leider fehlte die Story, der rote Faden, für das Musical. Es gab viele Ideen, aber eben auch nicht mehr. Meine Aufgabe war es schließlich, aus diesen Ideen und der Musik eine zusammenhängende Story zu machen. Von vielen Ideen musste ich mich verabschieden und auch von einigen Musikstücken, da sonst die Bühnenfassung satte fünf Stunden lang geworden wäre. Es galt, innerhalb von max. 120 Min. die Geschichte der Blindenbildung (immerhin 200 Jahre!) auf die Bühne zu bringen, ohne dass

die Zuschauer zwischenzeitlich ein Nickerchen hielten.  Ich löste das Problem dadurch, dass ich eine zentrale Figur innerhalb der Blindenbildung unterbrachte, die als zentraler Punkt der Geschichte diente. Daneben gab es die Spielebene ausserhalb der Geschichte. Zwei Beobachterinnen überbrückten die Zeitsprünge, die die Geschichte haben musste.

Dem DBSV war es sehr wichtig, dass die Teilnehmer/innen an diesem Projekt aus dem gesamten Bundesgebiet kamen. Mit Ton- und Bildmaterial bewarben sich ca. 50 blinde und sehbehinderte Menschen, von denen 15 für das Projekt ausgesucht wurden. Die jüngste war 12 und der älteste über 30 Jahre alt. Eine spannende Angelegenheit. Alle Darsteller/innen waren blind oder sehbehindert und hatten so gut wie keine Bühnenerfahrung, dafür konnten alle sehr gut singen. Beste Voraussetzungen für ein Musical... Hinzu kam, dass uns die Zeit im Nacken saß. Dadurch dass die Beteiligten aus allen Himmelsrichtungen zusammen kamen, wurde in Berlin geprobt. Eine Woche im Juni und eine Woche im Oktober, mehr Zeit hatten wir nicht! Die Darsteller wurden in der Zwischenzeit am Telefon für den Gesang trainiert. Mir blieben also nur insgesamt zwei Wochen. Verrückt? Ja, das war es. Völlig überrascht wurde ich von der Power und der Energie, die alle Beteiligten an den Tag legten. Alle hatten den Text drauf und waren begierig, auf der Bühne loslegen zu dürfen.

Am 12.10.2006 hatte das Stück Uraufführung und damit sollte von Seiten des DBSV auch Schluß sein. Der ganze Aufwand für eine Aufführung.

Bis heute sind es dann doch sieben Aufführungen geworden.

Leipzig, Hannover, Berlin und immerhin viermal in Hamburg.

In Leipzig wurde das Stück aufgezeichnet und daraus eine Hörfilmversion erstellt. Dieser Hörfilm errang den zweiten Platz in der Kategorie „Publikumswertung“ beim Deutschen Hörfilmpreis in Berlin.

Eine weitere Auszeichnung war die Verleihung „Ein blaues Herz“ vom MDR in Leipzig.

Frauke Petersen

                               oder die Heilige Johanna der Einbauküchen“ in Süsel


Theater op platt


Über dieses Projekt freue ich mich sehr, denn es ist eine große Herausforderung.

Die Kulturscheune Süsel mausert sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem herausragenden Ort der (plattdeutschen) Kultur. Was dort die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geschaffen haben, ist wirklich sehr bemerkenswert.

Mit „Frauke Petersen“  , aber nicht nur damit, wagt dieses Haus einen Schritt, der in der plattdeutschen Theaterwelt leider nur sehr selten geschieht. Die Süseler erweitern ihr Theaterrepertoire um die Sparte des „Schauspiels“.

Natürlich ist es ein wirtschaftliches Wagnis. Wer jedoch auch morgen noch Publikum und Spieler/innen haben möchte, muss heute etwas bieten.

Die Süseler haben es erkannt und gehen mutig einen zukunftsweisenden und innovativen Weg.

Nun aber zur Inszenierung...

Brigitte Barmwater spielt die „Frauke Petersen“. Dieses Ein-Person-Stück ist für Regisseur und Spielerin eine echte Herausforderung, weil viele Facetten der Psyche angesprochen werden.

Und es ist ein Frauenstück.

Ein Frauenstück und ein Regisseur (also ein Kerl)? Das muss kein Widerspruch sein. Es ist wahrscheinlich auch diese Mischung, die die Inszenierung so interessant macht.

Sehr unüblich für ein Amateurtheater ist die Probensituation. Wir probten an zwei Wochenenden und dann 14 Tage durchgehend. Also täglich mehrere Stunden.


An dieser Stelle ist ein Dankeschön angebracht.

Liebe Süseler Theaterleute,

ein herzliches Dankeschön geht an alle Süseler Theaterleute, dass ich bei Euch dieses Projekt durchziehen durfte.

Ihr habt damit Brigitte einen Herzenswunsch erfüllt und mir unvergessliche Stunden geschenkt.


Die Premiere ist gelaufen.


Es war unglaublich! Brigitte hat die Bühne gerockt und so richtig einen rausgehauen. Toll.

Das Stück ist mittlerweile in der Verlängerung der Verlängerung. Die Zuschauer wollen es

einfach sehen. Mit diesem Stück hat das Theater Süsel gezeigt, dass auch ein ernstes Stück

seinen Erfolg hat. Wirtschaftlich wie kulturell. Die Aussage „Das wollen unsere Zuschauer gar nicht sehen“ wurde eindrucksvoll widerlegt. Das liegt in erster Linie an der Leistung von Brigitte, aber auch an dem Blick nach Vorne, den das Theater Süsel bewiesen hat.


Und hier die Fotos. Die hat mal wieder mein Bruder gemacht. Bilder der Extraklasse.











































































































































































Und noch eine Inszenierung in Süsel. Diesmal:

Twee as Bonnie & Clyde“

Ein Slapstick Stück zum lachen. So richtig zum ablachen. Wunderbar gespielt von

Jörn Hilbrecht und Christin Paulsen.

Auch hier wieder ein kleines Wagnis. Schaffen es zwei Darsteller, das Publikum wirklich zu

unterhalten? Sie schaffen es und wie!

Die Leistung der Beiden steht besonders im Vordergrund. Wenn die Protagonisten nicht

die Power auf die Bühne bringen, die dieses Stück unbedingt erfordert, kann es schnell sehr

peinlich und öde werden.

Jörn und Christin drehen voll auf. Das Publikum kommt mit schmerzenden Lachmuskeln aus der Vorstellung. So soll es sein. Dieses Stück bescherte dem Theater stets ein ausverkauftes Haus. Leider läuft das Stück in Süsel aus. Viel zu früh, wie ich finde.


Hier ein paar Bilder.

Zum Lesen einfach auf

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Meine Inszenierungen:


Midi - de veer Jahrestieden vun een Fru

Lena

Hallighexen

Keener will de Vadder sien

Dat Baby

Moral in Müggenhusen

Alien Rock

Stärker als die Dunkelheit

Das indische Tuch

Flo & Co.

Dat Doktorbook

Wer hett, de hett

Wi kriegt Besöök

Mit Geföhl un Wellenslag

Frauke Petersen - die heilige Johanna

   der Einbauküche

Twee as Bonnie & Clyde, Süsel

Riep för Mallorca

Mordskunst

Ehe op Tied

Noch eenmal verleeft

So een Slawiner

Friedag Nacht

Mien Fru hett`n Brögam

SuperPowerFit

Elisa

Kutternummer

Schaddentieden

Twee as Bonnie & Clyde, Eckernförde

Plöner Speeldeel hett allens in Griff (Sketche)

Engel, Engel

Twee as Bonnie & Clyde, Neumünster

Gerungel in Dschungel

Arven Graven Hallelujah

Een Slott in England

SuperPowerFit

AlienRock (NMS)

De Pantüffelpanther

Twee Bröder

Modder Mews

Stücke, in denen ich mitgespielt habe:


Lütte witte Siedenschoh

Een Slott in England

Allens ut de Reeg

Loop doch nich jümmers weg

De Fall Hansen

Du

Leev nah Stündenplan

Glasmenagerie

Strohblomen

Bett un Fröhstück

Een Mann vun Welt

Fiete-Hannes-Hamlet

Gestatten - wir bestatten

Keenohrhaas

Sommervagels sünd free

Kiek mal, Spaaß!

Arven-Graven-Hallelujah

Dien Nacht-Mien Nacht-Wiehnacht

Jümmer diskret

Gerungel in Dschungel

Faust

„Engel Engel“  ein Stück von mir


Es ist ein ungewöhnliches Stück.

Inhalt:

Theo ist Manager und erwacht an einem rätselhaften Ort. Nicht nur der Ort ist rätselhaft, sondern auch die Tatsache, dass er nass ist. Als dann auch noch eine Gestalt auftaucht, die behauptet, er sei im Himmel, glaubt er an einen schlechten Scherz. Schnell begreift er jedoch, dass es kein Scherz ist und er geprüft werden soll, ob ein Verbleiben im seinem irdischen Leben noch sinnvoll ist. Die Prüfung verläuft zunächst auch in normalen Bahnen.

Sein bisheriges Leben wird untersucht und schnell wird Theo klar, dass er ein rücksichtsloser Egoist ist. Merkwürdig kommt es Theo jedoch vor, dass der prüfende Engel immer öfter Theos Verfehlungen verteidigt. Mit steigendem Interesse und zunehmender Bewunderung für Theos Leben will Engel immer mehr von Theo wissen. Auch dass Engel immer öfter von der Sünde redet und das diese scheinbar immer noch auf der Erde existiert, verunsichert Theo zunehmend. Nachdem Theo die Prüfung tatsächlich bestanden hat, erwartet er, dass er nun in sein irdisches Dasein zurück darf, um seinem Leben einen neuen Sinn zu geben. Da hat er die Rechnung jedoch ohne Engel gemacht. Engel will an sein eigenes irdisches Leben wieder anknüpfen und die Aufgabe vollenden, die unvollendet blieb. Die Sünde bekämpfen. Es spielt dabei für Engel keine Rolle, dass sich seit den Tagen des Jahres 1888 in London so einiges getan hat...